Verbands-News

Allenfeldhalle Merchweiler 2011

Modellbauverband vor Ort! Am 16. Oktober fand in der Allenfeldhalle Merchweiler die jährliche Ausstellung unseres Verbandsmitglieds PMC Saar 92 statt. Hier einige fotografische Eindrücke der sehenswerten Ausstellung, zu der zahlreiche Aussteller und Besucher ihren Weg fanden. Besonderen Dank gilt den Mitgliedern des PMC Saar 92, die dem Verfasser (Verspätung) einen Tisch ihres Standes für die Verbandsmodelle überließen.

Bilder































Academy-Europe-Award 2011

Richtlinen für die Teilnahme

Teilnehmen können Modellbauer jeder Altersstufe, die ein gebautes Modell (Typ Texan, Maßstab 1/72) der Firma Academy Europe in der Inspiration Modellbau 2011 zum Wettbewerb anmelden. Vorgaben an das Modell: keine.

Die Jury besteht aus drei Mitgliedern aus den Bereich Plastikmodellbau. Die Jurymitglieder dürfen nicht am Wettbewerb teilnehmen.

Anmeldeschluss: Samstag, der 17. September 2011 16.00 Uhr Bekanntgabe der Gewinner am Sonntag, dem 18. September 2011 15.00 Uhr

Übergabe der Urkunde, Pokal und Gewinnprämie (150,00 Euro) durch Repräsentanten der Firma Academy Veranstalter des Wettbewerbes ist der Modellbauverband Rhein Main Neckar e.V.

Modellbausätze können zu einem Preis von 2,00 Euro zuzüglich Versandkosten beim Modellbauverband Postfach 3306, 55023 Mainz bestellt werden (solange Vorrat reicht).

Update

Am erstmals ausgetragenen Academy Award 2011 nahmen 8 Modelle (Bausatz Texan T.6) teil. Da keine Vorgaben erforderlich waren, konnte jeder Teilnehmer sein Modell nach eigenem Gusto gestalten. Die Jury, die aus zwei weiblichen Mitgliedern des Modellbauclub Mainz bestand, bewertete daher die Modelle nach ihrem Gesamteindruck. In anderen Wettbewerben nennt man dies tour d´horizon (etwa Überblick verschaffen).

Das Modell von Thomas Gessler kam auf den 1. Platz, das Modell von Martin Buchner auf den 2. Platz und das Modell von Bernd Heller auf den 3. Platz. Die Gewinnprämie von 150,00 Euro wurde dem 1. Sieger vom Vorsitzenden des Modellbauverbands zusammen mit dem Pokal überreicht. Fotos werden noch eingestellt.

Der Verband wird auch in 2012 einen Wettbewerb anbieten und hofft, dass sich weitere Teilnehmer dazu anmelden. Die näheren Einzelheiten werden noch in der Webseite eingestellt.

Bilder








2. Sieger: Martin Buchner (rechts), 3. Sieger: Bernd Heller (mitte)

1. Sieger: Thomas Gessler

von Manfred Krüger

Kurzbericht vom Messebesuch in Nürnberg am 12.2.2011 (von Manfred Krüger, stellv. Vorsitzender)

Ich hatte dieses Jahr die Aufgabe, Informationen und Eindrücke auf der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg für den Modellbauverband zu sammeln.

Inwieweit das bei einem eintägigen Aufenthalt in zwei Hallen gelingt, mag dahingestellt sein. Auf jeden Fall war die Benutzung des Presseausweises für den Modellbauverband eine sehr gute Möglichkeit, erstens sehr früh Einlaß zu bekommen und zweitens doch einiges mehr zu erfahren als üblich.

Ich nehme an, daß sich die meisten Modellbauer bereits umfassend im Internet oder durch Prospekte über die diesjährigen Neuheiten informiert haben.

Generell ist zu erkennen, daß sich hinter der Neuheitenflut bei manchen Anbietern aber auch nur noch Varianten oder Neuauflagen bekannter Modelle befinden. Diesen Trend gibt es ja seit Jahren, ich empfand es aber dieses Jahr ziemlich auffallend. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, daß in der Realität ja kaum noch Nachschub an Vorbildern erscheint, weil die Entwicklungsphasen sehr lange sind (z.B. Airbus M400-Transporter)

Daher findet man als wirklich neue Modelle fast nur noch "Exoten", deren Bekanntheitsgrad  hierzulande nicht zu groß ist.

Auffallend war auf der Messe die Meinung, daß zumindest das Jahr 2011 ein gutes Jahr werden könnte, weil die Kaufkraft der Interessenten wieder zugenommen habe und man sich seitens der Hersteller - zumindest in der Mehrzahl - vermehrt der Qualität eines Modells zugewandt hat.
 Der Trend zu immer mehr im Bausatz bereits integriertem Zubehör ist nicht zu unterschätzen, zumal das einigen Zubehörfirmen auch immer mehr zu schaffen macht.

Diese im Moment gute Stimmung wird man durch zweifellos gute Modelle abschöpfen, zumal die Hersteller registrieren, daß die Anzahl der Modellbauinteressenten spürbar abnimmt und deshalb versucht wird, durch mehr Qualität einen hohen Preis zu rechtfertigen, um die verbliebenen Modellbauer zu bedienen.  Gottseidank wird auch (noch?) an den Nachwuchs gedacht, damit dieser an das Hobby herangeführt werden kann. Ob das mit einem simplen "Plastiksammelsurium" (Originalton eines Händlers) geleistet werden kann, muß die Zeit zeigen.
Ich persönlich bin in dieser Hinsicht mehr als skeptisch.
Diesem Trend entgegnen die Hersteller, die vermehrt Fertigmodelle mit allen Drum und Dran anbieten und das auch zu erträglichen Preisen (natürlich aus China !)
Auch diese Entwicklung sollte man im Auge behalten, zumal dadurch auch für uns "eingefleischte" Modellbauer sich die Chance ergibt, einige schöne Modelle sein eigen zu nennen und nicht nur die Teile im Karton, weil man vorasusichtlich in diesem Leben sowieso nicht mehr dazu kommt, allzuviele Modelle zu bauen.

Die Tendenz zu "großen" Modellen hat sich fortgesetzt, z.B. gibt es eine neue Firma aus den Niederlanden - Wingscale Europe - die mit ihren Erstlinge, der B-25 J/H und der Meteor F.Mk.4 und einer B-17 in den Markt eintreten. (info@wingscale.nl)
Das sind sehr gute Modelle in 1:32, die an März 2011 lieferbar sein sollen.
Bestellung sollte bald erfolgen, da Auflage auf 2.500 begrenzt ist.
Auch sehr gut ausgefallen ist ein Modell in 1:32 der A-1 Skyraider eines neuen japanischen Herstellers. Dieses Modell enthält eine große Anzahl der inneren Strukturen und könnte auch von der Beplankung befreit gebaut werden. Preis mit Zubehör allerdings $ 250,-- bis $ 280,--
Die Anzahl der Neuheiten von Trumpeter hält sich fast auf dem Niveau des Vorjahres.
Hier muß man die nächsten beiden Jahre abwarten, wie sich diese Firma weiterentwickeln kann.

Heller versucht man wieder neues Leben einzuhauchen. Heller wurde von einer französischen Firma übernommen, die mir bisher nicht bekannt war. Nach deren Aussagen auch nicht umfassend im Modellbaubereich tätig war.
Dem Versuch, die Heller-Modelle durch Beifügen von Zurüstteilen aufzuwerten, kann man nur gutes Gelingen wünschen.

Der Bereich "Funktionsmodelle" tangiert uns nur teilweise, hier gibt es aber auch gut detaillierte aus Plastik und anderen Materialien gefertigte Exponate.

Daß die neuesten Schiffsmodelle von Academy und Hasegawa und besonders Dragon mittlerweile mehr Zurüstteile beinhalten als Plastikteile, dürfte sich bereits herumgesprochen haben.

Ich habe aufgrund der Gespräche und eingehender Betrachtung Abstand davon genommen auch die Firma Revell aufzusuchen, da diese bekannterweise ja etwas weit weg von den Hallen entfernt ist, in der sich der "Rest" der Modellbaufirmen befindet. Es fehlte einfach die Zeit  (und die Kondition)

Alles in allem war der Besuch in Nürnberg wichtig und immer wieder interessant durch die Möglichkeit der direkten Kontakte, aber durch die heutigen Informationsmedien und deren Bedienung durch die Hersteller ist es für einen "Normalverbraucher" bei weitem nicht mehr so interessant, dort gewesen zu sein.

Abschließend ist aus meiner Sicht zu sagen, daß der Modellbau in allen Bereichen, auch und besonders die Modelleisenbahn, ihren Zenit hinter sich gelassen haben und es jetzt nur daran geht, Marktanteile zu halten. Die große Zeit des Modellbaus ist m.E. leider vorbei.

Warten wir die Eindrücke auf den nächsten Messen ab.



von Alexander Schuch
Gemini-Agena Kombination


Geschichte

Der erste Einsatz des Agenasystems erfolgte als Oberstufe der Thor- und Atlas- Raketen beim  US- Ranger- und Marinersattelitenprogramm.
Erststart : Feb. 1959.
Im Rahmen der Geminiflüge ( 8.4.1964 bis 15.11.1966) erfolgte eine Umrüstung dieser Raketenstufen mit Kopplungsadapter und Funksteuerung um den Geminikapseln als Rendezvouspunkt zu dienen.
Mithilfe dieser Zielsatteliten wurden die Kopplungsmanöver für die späteren Apollo-Missionen geübt.
Durch die mitgeführten Treibstoffreserven und ein neuartiges, wiederzündbares Triebwerk, konnten höhere Orbitalentfernungen erreicht werden. , So. z.B.:
Gemimi 11 (12.9. -15.9.1966 Astronauten Gordon & Cooper) die eine Höhe von 1367 km erreichten. Nur die Mondfahrer flogen bisher weiter. Die heutigen Space-Shuttles kreisen in ca.600 km Höhe.
Der letzte Agenastart des Geminiprogramms erfolgte am 11.11.1966 mit Gemini 12 (11.11. -15.11.1966. Astronauten Lovell & Aldrin)
Es erfolgte keine feste Kopplung, beide Raumflugkörper umkreisten, mit einer Leine verbunden, einen gemeinsamen Mittelpunkt.
Maße der Agena:        Maße der Gemini:
Länge     : 9,80 m        Gesamt 5,79 m /Kapsel 3,35 m.
Durchm. : 1,50 m        3,00 m Max.
Masse     : 7050 kg.     3700 kg. Gesamt.
Treibst.   : 6140 kg.     Besatzung : 2
Gesamtlänge des Kopplungsverbands : 15,59 m.

Der Bausatz

Durch einen Hinweis besuchte ich die Webside von Realspace - Models und fand, neben anderen interessanten Modellen, den Resin/ Plexiglasbausatz der Agena, passend zur 1:24er Revell Gemini.
Über Bekannte aus den Staaten besorgte ich mir das Modell.
Der Bausatz enthält mehrere gut gegossene Resinteile, die fast keiner Nachbearbeitung bedurften. Der Hauptrumpf ist ein Plexiglasrohr.
Der Preis von 60 $ ist recht üppig für die wenigen teile und hätte ich den Bausatz nicht mitgebracht bekommen, würde sich der Preis durch Versand, Zoll und Mehrwerts. vermutlich verdoppelt haben

Zum Bau

Das Agena Modell ist problemlos zu bauen, alle Teile passen gut zusammen, lediglich an den Klebestellen wurde die Naht verspachtelt und verschliffen. Als zusätzliches Bauteil wurden Verstrebungen an den hinteren Leitblechen angefügt und die Steuerdüsen neben der Hauptdüse sind von 1:48er Apollomodellen, aus der Krabbelkiste. Sie stimmen von der Größe, aber sehen besser aus als die Resinteile.
Das Plexiglasrohr wurde zur besseren Farbhaftung aufgerauht.

Farben

Der gesamte Korpus ist Silber mit Schwarzen & Weißen Feldern. ( Siehe Fotos) Die Düsen sind Steel von Gunze, der Rest  Flat Black & Flat White von Tamiya.
Nach dem Anbringen der Flaggendecals bekam das ganze Modell einen Glanzlacküberzug mit Future.
Dieser Endlack bewirkt, das alle Farben -Matt & Glanz- in einem Ton erscheinen.
Als Grundfarben bevorzuge ich matte Farben, diese decken besser.

Das Gemini-Modell

Dieser Bausatz stammt von Revell Historymakers und lagerte schon länger in meinem Fundus.
Ich baute das Modell ohne irgendwelche Innendetails.
Den Hitzeschutzschild ersetzte ich durch Plasticsheed, das ich zwischen den Versorgungsteil und die Kapsel klebte.
Da im Original die Hintere Öffnung des Versorgungsteils mit Goldfolie abgedeckt war, wurde sie auch hier eingebaut. Dazu fertigte ich aus Evergreen Profilen die innere Stützstruktur um einen Rohrkern. Die Goldfolie am hinteren Ende ist aus einer Auto - Rettungsdecke geschnitten, hier ist beim Verarbeiten Vorsicht angebracht, da das Gold nur aufgedampft ist und sich entsprechend leicht löst

Farben

Der Versorgungsteil ist Flat White von Tamiya, die Kapsel Flat black, ebenfalls von Tamiya. Die oberen Türrahmen und die Trennungslinie zwischen Kapsel und Versorgungsteil sind Rot.
Auch hier wurde das Modell mit einem Future Finish überzogen.
Der Zusammenbau.
Beide Modelle wurden mit einer durch die Mittelachse geführten Gewindestange miteinander verbunden. Nachdem die Verschraubung angezogen war, wurde auf seiten der Agena die Hauptdüse aufgesetzt und zum wiederablösen nur mit Weissleim befestigt.
Bei Gemini endete die Verschraubung am Boden des Mittelrohres der hinteren Öffnung.
Zur Verblendung wurde ein Pfropfen mit einer Goldabdeckung eingesetzt. Dieser Lösung kam entgegen, das auch die Originale ein solches, rundes, Mittelteil haben.
Da diese Kombination in der Museumsvitrine aufgehängt wurde, habe ich noch 2 Ösen angebracht, zum sicheren Sitz der Schnüre.



ME 1111 Projekt 1:72




Ein von der Türkischen Firma PM-Models stammendes, Flugzeugmodell eines Messerschmitt Düsenabfangjägerprojektes .Das Original kam über die Planung nicht hinaus.
Das einfache, aus 20 Teilen bestehende Modell ist schnell gebaut und auch recht passgenau. Lediglich zwischen den Lufteinlässen und dem Cockpit sollte man eine Trennwand einbauen, man kann dort direkt hindurchsehen.
Die verwendeten Farben: Aircraft Grey, Dark Green RLM 83 und Brown Violet RLM 81 sowie Rot für die Nase , Schwarz und für den Düsenausgang Burnt Iron. An Decals wurden nur die Balkenkreuze und das „Sonderzeichen“ angebracht. Die Praxis, den Projekten Kennungen damals real existierender Fliegergeschwader zuzuweisen, halte ich für unnötig, da diese Geräte meist nie geflogen sind. Deshalb lasse ich bei solchen Modellen die Kennungen weg.


ARADO 196 V4




Das Arado 196 Wasserflugzeug ist im allgemeinen als 2-Schwimmerflugzeug bekannt. Während der Typenerprobung wurden auch mehrere Geräte mit Zentral- und Stützschwimmern erprobt.
Eines davon die V4 ( D-OVMB) habe ich gebaut.
Der Grundbausatz ist eine normale Ar 196 von Revell.
Die beiden Stützschwimmer sind Eigenanfertigungen.
Der Zentralschwimmer stammt von einem alten Airfixmodell.
Am Zentralrumpf wurde nichts verändert, lediglich die hintere MG wurde weggelassen.
Geändert wurde der Propeller. Die AR 196 V 4 hatte einen 2- Blattpropeller.
Die Bemalung ist bei diesem Modell einfach: RLM 2 Grau.
H 70 von Gunze Sanyo. Der Motor ist Burnt Iron ebenfalls von Gunze.



Räderboot





FW 187 "Falke"



Ein altes Modell von Karo As. Entsprechend grob in der Ausführung.
Ich bekam dieses Modell vor einigen Jahren zum Bau für unsere Vitrinen im Museum Speyer. Nachdem es montiert war legte ich es halbfertig zur seite um andere Modelle zu beginnen.
 Neulich beim Aufräumen fand ich das völlig zugestaubte Modell und beschloß es endlich fertig zu bauen. Inzwischen habe ich mich mit dem VACU-Bau beschäftigt und konnte die Kanzel anbringen, was ich mich vorher noch nicht getraute. Die Streben fügte ich wegen der Dünne des Materials  am Ende aus Decalstreifen hinzu.
Die Farben: Light Blue RLM 65.Dark Green RLM 83 und Black Green RLM 70 alles von Gunze.
Der Antennendraht ist aus einem gezogenen Gussast hergestellt.
Da die Originaldecals bereits sehr brüchig waren, habe ich neue von Superscale verwendet.



DO 217 J1 Nachtjäger







Diese Nachtjäger wurden aus der E-2 reihe umgebaut und erhielten einen neuen, unverglasten Bug. Die Nasenbewaffnung bestand aus 4 x 7,9 mm MG 17  und 4 x 20 mm MG FF mit Gurtzuführung. Die Bewaffnung der B und C Stände mit je 1 x 13 mm MG 131 blieb erhalten, lediglich die beiden MG 15 in den Seitenfenstern wurden entfernt. Besatzung : 3 Mann.
Diese J-Reihe wurde 157 mal gebaut und war zeitweise der Standard Nachtjäger der Luftwaffe.

Das Modell

Einer unserer Vereinsarchivare brachte einige alte Bausätze mit und übergab sie uns Modellbauern mit dem Wunsch, diese irgendwann mal in unserer Museumssammlung zu sehen.
Da mich die DO 217 reizte, begann ich bald darauf mit dem Bau.

Der Bau


Das Urmodell ist ein alter Airfix Bausatz.
Da der Rumpf nicht passgenau zusammengefügt werden kann und erhebliche Spachtel und Schleifarbeiten notwendig sind, entschloß ich mich die gesamte, erhabene, Gravur zu entfernen und das Modell  mit vertieften Blechstößen neu zu gestalten.
Dabei half mir meine Tätigkeit beim VACU-Bau, wo das Gravieren unerläßlich ist, erheblich weiter.
Kleinere Teile, wie die Seitenruder, fixierte ich mit Knetmasse auf der Arbeitsplatte um ein verrutschen zu vermeiden.
Die Klarsichtteile wurden mit Holzleim angebracht und die Streben mit schwarz gefärbter Decalfolie  beklebt.
Das Flugzeug ist als Kleindiorama gestaltet. “Beim Ummalen“ ist der Titel.
Die benötigten Figuren sind div.Airfix Personel Sätzen entnommen. Übrigens nicht nur Luftwaffe Personal. Der Maler an der inneren Seitenruderfläche war ein sitzender, biertrinkender, RAF-Pilot, der dem heruntergefallenen zu Hilfe eilenden Mann ist ebenfalls von der RAF. Zwei der Figuren sind von Preiser. Diese Grundrüstsätze zeichnen sich besonders dadurch aus, das man die Figuren aus div. „Körperteilen“ individuell zusammenstellen kann, was sie dann recht lebendig macht. Die Farbeimer sind umgebaute 1:87er Feuerwehrfelgen.
Die Leitern stammen aus der Krabbelkiste.
Da ich gerne bei solchen Dioramen einen kleinen Jux einbaue, fiel hier einer von der Leiter. Der Pechvogel ist vor den Motoren in einer schwarzen Farblache zu sehen. Er ist einer der Preiser-Figuren, die zweite stützt sich am oberen Waffenturm ab.
Das Diorama ist auf einem Frühstücksbrett aufgebaut.
Die Bauzeit betrug 3 Wochen.

Die Farben

Das Flugzeug ist größtenteils mit Tamiya Flat Black bemalt, die noch zu sehenden, grünen Bereiche sind Gunze Dark Green und Black Green.
Die Schwarzen Uniformen wurden mit Grau gedrybrusht um die Konturen etwas hervorzuheben.
Anfangs hatte ich mehr Grün-Blaue Bereiche vorgesehen, die noch zu bemalen wären, gegen Ende habe ich mich dann auf die zu sehenden beschränkt.

Fazit

Das Diorama wurde in unsere Sammlung eingegliedert und unser Archivar war sehr angetan vom Modell.
Alles in allem erfreulich für den Erbauer.



Restauration BV 142







Ein VACU Modell aus unserem Vereinsfundus. Es wurde dem Verein vor Jahren geschenkt und war in einem fürchterlichen Zustand, wie die Bilder des Urmodels deutlich zeigen. Da ich jedoch gerne Modelle restauriere, insbesondere seltene Typen- zu diesem Zeitpunkt war das auch hier der Fall, erst während meiner Arbeit brachte Mach 2 einen Spritzgussbausatz heraus- machte ich mich an die Arbeit.
Zuerst wurde das Modell „geschlachtet“ und alle Rumpfansätze beseitigt.
Da ich das Modell als Zivilist umbaute, mußten alle militärischen anbauten entfernt werden. Danach waren recht große Löcher im Rumpf, die ich durch hinterplattung schließen wollte. Dazu schnitt ich den Rumpf an der hinteren Flügelwurzel horizontal auf um die Plasticsheets einzukleben.
Nachdem der Rumpf wieder geschlossen war wurden die Öffnungen von Außen verspachtelt. Nun wurde die, vormals verlängerte und verglaste, Militärnase auf Zivilmaß zurückgeschnitten und einige schichten Spachtelmasse aufgetragen, aus denen nach dem Durchhärten die neue Nase herausgeschliffen wurde. Es wurde alles in allem recht viel Spachtelmasse verbraucht. Jetzt tauchte das Problem auf, das die Klarteile der Cokpitfenster nicht mehr zu gebrauchen waren, auch aufpolieren war sinnlos. Zum Glück konnte mir Herr Simon von Airmodel, dem Hersteller des Bausatzes, eine neue Kanzel zukommen lassen.
Zwischenzeitlich arbeitete ich die Fahrwerksschächte aus.
Hier konnte mir das, zwischenzeitlich von mir erworbene, Mach 2 Modell weiterhelfen. Nach dieser Vorlage konnte ich die Fahrwerke nachbauen und die Schächte richtig einfügen.
Als nächstes fertigte ich Harzabgüsse der Motorengondeln an, die das Modell  erheblich aufwerteten. Die Ölkühler an der Motorunterseite sind Bombennasen aus der Krabbelkiste. Auch die Räder sind Abgüsse des Mach 2 Modells.
Nach dem Grundieren wurde das Modell gesilbert, danach die Bereiche der Motorengondeln schwarz abgesetzt und der rote Streifen für das Hoheitszeichen angebracht. Der weise Bereich dort ist ein Abziehbild., auch das „Kreuz“ -hier abgedeckt. Danach wurden die kleinen Bullaugen auf dem Rumpfrücken mit Klarlack geschlossen. Die Beschriftung erfolgte mit Letrasetbuchstaben, die auf Decalfolie aufgerubbelt wurden. Zum Schluß noch die Antennendrähte aus gezogenen Gussästen und fertig.
Wieder ein Modell mehr für unsere Museumsvitrinen.



Blohm & Voss BV 142 Mil.



Das neue Modell von Mach 2.
Im Geiste höre ich schon das allgemeine Aufstöhnen... wie kann der nur ..“MACH 2 „ –Schauder! .
Nun, die Modelle dieser Firma sind garantiert nicht die allerersten Sahnestücke und haben auch nicht den Quantensprung an Detailierung mitgemacht, der zur Zeit zu verzeichnen ist, aber ganz sooo schlecht sind sie eigentlich auch nicht. Außerdem sind es seltene, z.t. recht ausgefallene Flugzeugmuster.
Die raue Oberfläche ist in kürzester Zeit mit etwas feinem Schleifpapier wunderbar glatt und auch an der Gravierung ist fast nichts nachzuarbeiten. Selbst die Passgenauigkeit ist an diesem -nagelneuen Modell zugegeben- gut. Die recht dicke Materialstärke der Klarsichtteile stört etwas, da das Bauteil etwas eingetrübt ist. Ein beiderseitiger Auftrag von Klarlack behebt die Sache fast vollständig, da so die Lichtbrechung abgeändert ist.Im Gegensatz zu älteren Bausätzen ist das Verputzen der Gussgrate nicht mehr so langwierig, auch wenn ich die zwei Luftleitbleche seitlich der Deckenluke aus Evergreen Sheet neu angefertigt habe. Die Deckenluke wurde ebenfalls neu angebracht, die ursprüngliche, angegossene, wurde ziemlich abgeschliffen.
Der Zusammenbau an sich geht schnell vonstatten, da alle Teile recht gut zusammenpassen. Eine Irritation ist der große Anstellwinkel der Flügel am Rumpf. Das stimmt aber so mit dem Original überein, beide Flugzeugmuster- die BV 142 und ihre „Wasserschwester“ BV (Ha) 139- haben so einen, an eine „Stuka“ erinnernden steilen Knick.
Die nicht mehr zu verwendenden MG`s wurden gegen Messingrohre an den Seiten und Teilen aus der Krabbelkiste für Bug und Rückenbewaffnung ausgetauscht. Bemalt wurde das Modell mit Gunze Farben.
Ein seltener Vogel, der die Typenvielfalt unserer Museumssammlung „Deutsche Luftfahrt“ durchaus bereichert.